Steckrübe - traditionelles Winergemüse


 

Botanik
Die Steckrübe ist eine Unterart des Rapses und gehört damit zur Familie der Kreuzblütengewächse. Botanisch gesehen sind Steckrüben Rapssorten, die Rüben ausbilden. HerkunftDie Steckrübe, auch Ananas des Nordens, Kohlrübe, Wrucke oder Wruke genannt, ist v.a. im nördlichen Europa ein traditionelles Gemüse, da sie auch in kühlem Klima gut gedeiht. Die ältesten Nachweise aus dem 17. Jahrhundert verweisen auf Skandinavien als Ursprungsregion. Der tatsächliche Ursprung der Steckrübe ist unbekannt.
Anbau
Steckrüben werden direkt ins Freiland gesät. Als traditionelles Lagergemüse wird meist nur ein Satz, das heißt einmal pro Jahr gesät und einmal geerntet und eingelagert - früher in Erdmieten, heute meist in Kühlhäusern.So halten sie sich bis zum Frühjahr.Wir haben dies Jahr auch ein Beet Steckrübe gesät, das wird wahrscheinlich schon im Dezember verputzt sein 
Inhaltsstoffe
Die gut lagerfähige Rübe hat durch ihren hohen Wassergehalt nur wenig Kalorien (37 Kcal/100g) und steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. So reichen 300 Gramm des Wintergemüses, um den täglichen Bedarf an Vitamin C zu decken. Beta-Carotine geben der Rübe das schöne Orange.Außerdem punktet sie durch ihren Gehalt an Vitamin B1, B2 und Provitamin A sowieMineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Zink.
In der Küche
Obwohl die Steckrübe im 1. und 2. Weltkrieg in Deutschland als zeitweise einzig verfügbares Nahrungsmittel dreimal täglich auf den Tisch kam, geriet sie fast in Vergessenheit. Zum Glück ist das leckere heimische Wintergemüse heute wieder auf „Küchen-Revival-Kurs“. Die Steckrübe schmeckt herb-süß mit leichter Kohlnote. Neben deftigen Suppen, Eintöpfen und Aufläufen kann man sie wie Kartoffeln solo oder in Kombination mit anderem Gemüse zu Püree verarbeiten. Eine leckere Variante ist Steckrüben-Reibekuchen. Fein geraffelt mit Möhren und Äpfeln macht sie auch als Rohkostsalat eine gute Figur. 

Buschbohne

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Botanik

Bohnen gehören zur Familie der Hülsenfruchtgewächse und hier zu den Schmetterlingsblütlern.

Wie alle Verwandten dieser Unterfamilie sind sie Leguminosen. D.h., sie haben ihre eigene kleine „Düngerfabrik“. Mit Hilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln können sie Stickstoff aus der Luft aufnehmen und für das eigene Wachstum nutzen. 

Herkunft

Bohnen sind heute weltweit ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Ursprünglich kommen sie aus Süd- und Mittelamerika. Bereits 3.000 vor Christus war sie für dort eine wichtige

Nahrungs- und Vorratspflanze. 

Spanische Kolonialisten brachten die Bohnen im 16. Jh. nach Europa.

Anbau

Buschbohnen können ab Mai gesät werden. Sie sollte wegen der Frostempfindlichkeit erst nach Eisheiligen keimen. Außerdem dauert die Keimung bei niedrigen Bodentemperaturen (im Frühjahr) länger, sodass die Bohnenfliege das Saatgut befallen kann.

Inhaltsstoffe

Grüne Bohnen sind wie alle Hülsenfrüchte eine wertvolle Eiweißquelle und reich an Ballaststoffen.

Sie sättigen gut bei geringem Kaloriengehalt und bringen den Darm in Schwung. Bemerkenswert sind die hohen Anteile an Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor und Vitamin C. Durch den hohen Anteil von B-Vitaminen tragen grüne Bohnen zu einem gesunden Stoffwechsel und starken Nervensystem bei. Außerdem enthalten sie sekundäre Pflanzenstoffe, denen eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen nachgesagt wird.

In der Küche 
Rohes Gemüse ist gesund und lecker. Aber Achtung! Für rohe Bohnen gilt das nicht, sie enthalten das giftige Phasin. Daher die grünen Kraftpakete bitte mindestens 10 Minuten erhitzen! Am besten mit etwas Bohnenkraut, das intensiviert den Geschmack und macht sie bekömmlicher. Schön grün bleiben Buschbohnen, wenn man 1 TL Natron oder Backpulver ins Kochwasser gibt. Bohnen lassen sich prima einkochen oder einfrieren (vorher blanchieren), schmecken aber frisch geerntet am besten. In ein feuchtes Tuch gewickelt bleiben sie im Kühlschrank (Gemüsefach) 4-6 Tage frisch. Nicht zu kühl lagern! Bohnen mögens am liebsten bei 8 Grad.

Frühlingszwiebeln

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Botanik

Wie die Tulpe und ihre zwiebeligen Verwandten (Porree, Zwiebel, Bärlauch, Knobi…) gehört sie zur Familie der Liliengewächse - sie blühen also auch schön! 

Herkunft

Die Lauchzwiebel ist eine uralte Kulturpflanze Chinas. Sie ist dort heute noch so wichtig wie bei uns Küchenzwiebeln oder Porree. Seit dem 17 Jh. wird sie in Mitteleuropa verwendet und angebaut.

Anbau

Zwiebeln werden im Freiland ab März angebaut, meist gepflanzt. Wir haben dieses Jahr ein Beet Frühlingszwiebeln in den Tunnel gesetzt, sodass ihr sie jetzt schon genießen könnt! Dann kommt Nachschub aus dem Freiland, sodass wir bis in den August hinein das würzige Grün ernten können – bis der Mehltau-Pilz Überhand nimmt.

Inhaltsstoffe

Lauchzwiebeln sind leicht verdaulich, milder und besser bekömmlich als Zwiebeln. Vor allem wenn sie leicht gegart sind. Eine Alternative für alle von Blähungen Geplagten mit empfindlichen Magen oder Darm? Ausprobieren! 

Die kalorienarmen Frühlingszwiebeln stärken dein Immunsystem. Enthaltene Ballaststoffe füttern die guten Darmbakterien. Ätherische schwefelhaltige Senföle wirken entzündungshemmend und natürlich antibiotisch auf Keime bzw. Bakterien im Mund und Darm. Enthaltene „Zellschützer“ (Polyphenole) verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Vitamin C und Beta-Carotin sind auch mit dabei im gesunden grünen Lauchzwiebelpaket.

In der Küche

Ihre Zartheit macht sie perfekt für alle herzhaften Gerichte, die nur kurz gegart werden. Sie zaubert Frische und helles Grün in die Pfanne und ist ein Klassiker in der asiatischen Küche. Als Allroundtalent passt sie auch gut in Salate, Kräuterquark, Pfannkuchen und Eierspeisen. Sie harmoniert mit vielen Gemüsen und mit Pilzen. Einfach lecker!

Kürbis

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Botanik
Der Kürbis entstammt aus der gleichen Familie wie Gurke und Zucchini. Neben dem Klassiker Hokkaido gibt es viele verschiedene essbare Kürbissorten: Butternut, Bischofsmütze, Green Hokkaido, und viele mehr! HerkunftDer Kürbis wurde schon vor über 10000 Jahren angebaut und ist damit eine der ältesten Kulturpflanze der Welt. Verschiedene Kürbissorten wurden in Mexiko/USA , Zentral- und Südamerika kultiviert und sind seit dem 16. Jahrhundert in Europa nachgewiesen.
Anbau
Der Kürbis mag keine Kälte und wird deswegen erst ab Mitte/Ende Mai gepflanzt oder gesät. Beim Säen unbedingt drauf achten, dass die Bodentemperaturen hoch genug sind! In der Regel wird er in einem Satz gepflanzt.Die Ernte kann Ende August beginnen, sobald sich die Stiele verkorken. Die Ernte zur Einlagerung sollte auf jeden Fall vor dem ersten Frost geschehen, aber erst dann wenn die Kürbisse vollständig verkorkt sind.
Inhaltsstoffe
Bei den Kürbissen sticht vor Allem der hohe Beta-Carotin-Gehalt heraus, welches der Körper zu Vitamin A umwandeln kann. Das Vitamin A unterstützt Augen, Haut und Schleimhäute.Die gute Bekömmlichkeit macht den Kürbis auch als Babynahrung attraktiv.
In der Küche
Neben der klassischen Suppe eignet sich der Kürbis auch perfekt für Ofengemüse oder in der Pfanne gebraten, mit Muskat würzen und noch einen Klecks Kürbiskernöl dazugeben.Die Samen dienen als Snacks oder können zu Öl verarbeitet werden.Kürbisstücke können auch eingefroren werden, danach am besten in der Suppe verwenden.Ansonsten wird der Kürbis bei 12-15 Grad gelagert, also kühl, aber nicht im Kühlschrank. Zu hohe Temperaturen wirken sich negativ auf den Geschmack aus!Achtung: Falls Kürbisse bitter schmecken, sollten sie auf keinen Fall gegessen werden, da sie dann das gitftige Cucurbitacin enthalten können. 

Möhre

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Inhaltsstoffe

Möhren sind vor Allem wegen des hohen (beta-)Carotingehaltes bekannt - daher auch der Name. Beta-Carotin ist die Vorstufe des Vitamin A, welches wichtig für unser Sehvermögen, Immunsystem und Zellwachstum ist. 

Hierbei ist zu beachten, dass Carotin fettlöslich ist. Du solltest Möhren also am besten mit etwas Fetthaltigem essen.

Möhren sind zuckerhaltig und haben viele ätherische Öle, die den typischen Möhrengeschmack ausmachen.

Botanik

Die Möhre gehört wie Pastinake, Sellerie, Petersilie und Fenchel zur Familie der Doldenblütler.

Sie ist eine zweijährige, krautige Pflanze, sie geht also im zweiten Jahr in die Blüte. Da wir aber die Wurzel der Möhre essen, werden sie einjährig kultiviert.

Herkunft: 

Unsere heutige orangefarbene, carotinhaltige Möhre ist aus der gelben, afghanischen Möhre entstanden. Die gelbe Möhre war die häufigste Form in Mitteleuropa (16-18. Jh.), neben weißen aus dem Mediterrangebiet und purpurroten aus Afghanistan.

Anbaudaten

Möhren werden ab Februar bis Ende Juni gesät, sie haben eine Kulturdauer von 90-150 Tagen. Die ersten Frühmöhren aus der Region gibt es meist im Juni, Bundmöhren teilweise schon im Mai. Möhren werden über das Jahr verteilt in mehreren Sätzen angebaut. Durch die gute Lagerfähigkeit ist sie zu einer bedeutenden Gemüseart geworden.

Bei guten Bedingungen ist eine hiesige Versorgung ganzjährig möglich.

Unsere Möhren stammen vom Biohof Bäumer aus Brochterbeck, wo Michael vorher gearbeitet hat.

Porree


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 Inhaltsstoffe
Porree hat durch die schwefelhaltigen ätherischen Öle eine antibiotische Wirkung. Porree unterstützt dein Immunsystem durch Eisen, Mineralstoffe und Magnesium und bringt die Verdauung in Schwung. Das enthaltene Kalzium stärkt Knochen und Zähne, sein Kalium ist gut für die Nerven.
Botanik
Der Porree gehört wie alles „Zwiebelige“ (Knofi, Zwiebel, Schalotten, Schnittlauch, Lauchzwiebeln, Bärlauch) zur Familie der Liliengewächse. Porree zählt außerdem u den zweijährigen, krautigen Gewächsen. Zwiebelgewächse sind die einzigen einkeimblättrigen Gemüse-Pflanzen.
Herkunft
Die ältesten Nachweise von Porree stammen aus Ägypten von vor rund 3500 Jahren. Schon beim Bau der Pyramiden wurden die ägyptischen SklavInnen durch den Verzehr von Porree bei Kräften gehalten.Im Mittelalter ist der Porree dann über den Mittelmeerraum nach Deutschland gelangt.
Anbaudaten
Porree kann gesät oder gepflanzt werden, wird aber in der Regel aufgrund der langsamen Jugendentwicklung gepflanzt. Ab Mitte März kann die Porree-Jungpflanze in die Erde – und wird dann ab Mitte Juni geerntet. Die letzte Pflanzung sollte bis Anfang August geschehen. Die späten Pflanzungen ermöglichen eine Ernte bis in den April hinein, der Porree kann über den Winter auf dem Acker bleiben und Stück für Stück geerntet werden.So kann der Porree von Juni bis April regional angeboten werden.Wir Ackerfreunde pflanzen den Porree in zwei Sätzen, um euch von September bis April die Suppenzeit schmackhaft zu machen. In den Sommermonaten konzentrieren wir uns auf das frische Gemüse, zumal beim Porree viel Putzarbeit anfällt – eine schöne Winterbeschäftigung :) 

Spinat


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 Inhaltsstoffe

Der Verzehr von Spinat ist in vielerlei Hinsicht zu empfehlen. Die Beta-Carotinoide haben beispielsweise eine positive Auswirkung auf die Sehkraft. Durch das enthaltene Eisen wird der Sauerstofftransport im Blut unterstützt und das Kalzium stärkt Zähne und Knochen.

Spinat sollte aufgrund des hohen Oxalsäuregehaltes am besten mit Milchprodukten (wie er ja auch traditionell gekocht wird) oder mit Kartoffeln, Brokkoli oder Tomaten zubereitet werden, um so die Oxalsäure zu neutralisieren. Zudem hat es einen hohen Nitratgehalt und sollte bei Babynahrung nur mit Bedacht verwendet werden.



Botanik

Spinat gehört wie Mangold und Rote Bete zu der Familie der Gänsefußgewächse. Spinat ist eine Langtagpflanze, dass heißt, sie geht in die Blüte wenn die Tage lang sind (>14 Stunden). Deshalb gilt Spinat traditionell als Frühjahrs- und Herbstgemüse, auch wenn mittlerweile Sommersorten gezüchtet wurden. 



Herkunft: 

Die frühesten Erwähnungen des Spinats soll es in chinesischen und arabischen Schriften zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert gegeben haben. Vermutlich lag der Ursprung des Spinats in Persien, Südturkestan und Nepal. Araber brachten den Spinat in eroberte Teile Spaniens. 

Nach Deutschland gelangte der Spinat vermutlich über Spanien oder von Kreuzfahrten aus dem Orient. Er wurde schon im 16. Jahrhundert in den hiesigen Gärten angebaut.



Anbaudaten

Ausgesät wird der Spinat ab Anfang März bis Ende August oder sogar bis Mitte September zur Überwinterung. Die Sommersätze haben jedoch ein Schossrisiko (=Risiko in die Blüte zu gehen).

Der Spinat kann auch gepflanzt werden, jedoch ist eine Direktsaat üblich. 

Spinat ist im Frühjahr eine der ersten frischen Gemüsesorten aus der Region.

Wir haben seit dieser Woche eigenen Spinat aus unserem Folientunnel. Außerdem haben wir vor ein paar Wochen im Freiland welchen gesät. Danach gibt’s dann wieder im Herbst Spinat von den Ackerfreunden. :)

Tomate


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  Botanik

Tomaten gehören wie Kartoffeln, Paprika und Tabak zur Familie der Nachtschattengewächse. Botanisch gesehen sind sie ein Fruchtgemüse, das Beeren trägt.

Herkunft

Die Urmutter aller Tomaten stammt wahrscheinlich aus Mexiko oder Peru. Hochkulturen wie die Maya und Azteken kultivierten sie schon zwischen 200 v. Chr. und 700 n. Chr.

Nach Europa kam die Tomate erst um 1500 mit Christoph Kolumbus. Wegen ihres starken Geruchs und der rot leuchtenden Früchte, galt sie lange Zeit als giftig. Tomaten wurden zunächst wegen ihrer Schönheit nur als Zierpflanze angebaut. 

Bis sie in deutschen Gärten zum beliebten Fruchtgemüse wurde, dauerte es noch gut weitere 400 Jahre. 

Anbau

Unsere Tomaten haben wir Ende April gepflanzt. Über 500 Pflanzen haben wir in unserem neuen Folientunnel untergebracht.

Von der Pflanzung bis zur ersten Ernte brauchen die Tomaten ca 12 Wochen, und so sind endlich auch die ersten Tomaten bei uns rot. 

Meist halten die Pflanzen bis Ende Oktober durch, bis dann die Krautfäule Überhand nimmt. 

Wir ernten dreimal pro Woche, und haben 6 leckere Sorten im Angebot. 

Inhaltsstoffe

Ob rote, gelbe oder fast schwarze Tomaten - zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören ihre Farbstoffe. So ist z.B. das in roten Tomaten enthaltenen Lycopin ein wirksamer Radikalfängern und schützt die Zellen. Reich an Mineralstoffen und Fruchtsäuren gilt

Tomatensaft als Antikatermittel. B-Vitamine und Tyramin stärken die Nerven.

In der Küche

Tomaten bitte kühl und dunkel, aber nicht im Kühlschrank lagern. Kälte lässt sie schrumpeln und an Geschmack verlieren. Tomaten sondern das Reifegas Ethylen ab.

Daher möglichst getrennt von anderen Gemüsesorten aufbewahren, damit diese nicht vorschnell verderben. Du kannst Tomaten gut einfrieren. Nach dem Auftauen für Suppen und Saucen verwenden.