Frühlingszwiebeln - frische grüne Würze


Botanik

Wie die Tulpe und ihre zwiebeligen Verwandten (Porree, Zwiebel, Bärlauch, Knobi…) gehört sie zur Familie der Liliengewächse - sie blühen also auch schön! 

Herkunft

Die Lauchzwiebel ist eine uralte Kulturpflanze Chinas. Sie ist dort heute noch so wichtig wie bei uns Küchenzwiebeln oder Porree. Seit dem 17 Jh. wird sie in Mitteleuropa verwendet und angebaut.

Anbau

Zwiebeln werden im Freiland ab März angebaut, meist gepflanzt. Wir haben dieses Jahr ein Beet Frühlingszwiebeln in den Tunnel gesetzt, sodass ihr sie jetzt schon genießen könnt! Dann kommt Nachschub aus dem Freiland, sodass wir bis in den August hinein das würzige Grün ernten können – bis der Mehltau-Pilz Überhand nimmt.

Inhaltsstoffe

Lauchzwiebeln sind leicht verdaulich, milder und besser bekömmlich als Zwiebeln. Vor allem wenn sie leicht gegart sind. Eine Alternative für alle von Blähungen Geplagten mit empfindlichen Magen oder Darm? Ausprobieren! 

Die kalorienarmen Frühlingszwiebeln stärken dein Immunsystem. Enthaltene Ballaststoffe füttern die guten Darmbakterien. Ätherische schwefelhaltige Senföle wirken entzündungshemmend und natürlich antibiotisch auf Keime bzw. Bakterien im Mund und Darm. Enthaltene „Zellschützer“ (Polyphenole) verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Vitamin C und Beta-Carotin sind auch mit dabei im gesunden grünen Lauchzwiebelpaket.

In der Küche

Ihre Zartheit macht sie perfekt für alle herzhaften Gerichte, die nur kurz gegart werden. Sie zaubert Frische und helles Grün in die Pfanne und ist ein Klassiker in der asiatischen Küche. Als Allroundtalent passt sie auch gut in Salate, Kräuterquark, Pfannkuchen und Eierspeisen. Sie harmoniert mit vielen Gemüsen und mit Pilzen. Einfach lecker!



Möhre

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Inhaltsstoffe

Möhren sind vor Allem wegen des hohen (beta-)Carotingehaltes bekannt - daher auch der Name. Beta-Carotin ist die Vorstufe des Vitamin A, welches wichtig für unser Sehvermögen, Immunsystem und Zellwachstum ist. 

Hierbei ist zu beachten, dass Carotin fettlöslich ist. Du solltest Möhren also am besten mit etwas Fetthaltigem essen.

Möhren sind zuckerhaltig und haben viele ätherische Öle, die den typischen Möhrengeschmack ausmachen.

Botanik

Die Möhre gehört wie Pastinake, Sellerie, Petersilie und Fenchel zur Familie der Doldenblütler.

Sie ist eine zweijährige, krautige Pflanze, sie geht also im zweiten Jahr in die Blüte. Da wir aber die Wurzel der Möhre essen, werden sie einjährig kultiviert.

Herkunft: 

Unsere heutige orangefarbene, carotinhaltige Möhre ist aus der gelben, afghanischen Möhre entstanden. Die gelbe Möhre war die häufigste Form in Mitteleuropa (16-18. Jh.), neben weißen aus dem Mediterrangebiet und purpurroten aus Afghanistan.

Anbaudaten

Möhren werden ab Februar bis Ende Juni gesät, sie haben eine Kulturdauer von 90-150 Tagen. Die ersten Frühmöhren aus der Region gibt es meist im Juni, Bundmöhren teilweise schon im Mai. Möhren werden über das Jahr verteilt in mehreren Sätzen angebaut. Durch die gute Lagerfähigkeit ist sie zu einer bedeutenden Gemüseart geworden.

Bei guten Bedingungen ist eine hiesige Versorgung ganzjährig möglich.

Unsere Möhren stammen vom Biohof Bäumer aus Brochterbeck, wo Michael vorher gearbeitet hat.

Porree


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 Inhaltsstoffe
Porree hat durch die schwefelhaltigen ätherischen Öle eine antibiotische Wirkung. Porree unterstützt dein Immunsystem durch Eisen, Mineralstoffe und Magnesium und bringt die Verdauung in Schwung. Das enthaltene Kalzium stärkt Knochen und Zähne, sein Kalium ist gut für die Nerven.
Botanik
Der Porree gehört wie alles „Zwiebelige“ (Knofi, Zwiebel, Schalotten, Schnittlauch, Lauchzwiebeln, Bärlauch) zur Familie der Liliengewächse. Porree zählt außerdem u den zweijährigen, krautigen Gewächsen. Zwiebelgewächse sind die einzigen einkeimblättrigen Gemüse-Pflanzen.
Herkunft
Die ältesten Nachweise von Porree stammen aus Ägypten von vor rund 3500 Jahren. Schon beim Bau der Pyramiden wurden die ägyptischen SklavInnen durch den Verzehr von Porree bei Kräften gehalten.Im Mittelalter ist der Porree dann über den Mittelmeerraum nach Deutschland gelangt.
Anbaudaten
Porree kann gesät oder gepflanzt werden, wird aber in der Regel aufgrund der langsamen Jugendentwicklung gepflanzt. Ab Mitte März kann die Porree-Jungpflanze in die Erde – und wird dann ab Mitte Juni geerntet. Die letzte Pflanzung sollte bis Anfang August geschehen. Die späten Pflanzungen ermöglichen eine Ernte bis in den April hinein, der Porree kann über den Winter auf dem Acker bleiben und Stück für Stück geerntet werden.So kann der Porree von Juni bis April regional angeboten werden.Wir Ackerfreunde pflanzen den Porree in zwei Sätzen, um euch von September bis April die Suppenzeit schmackhaft zu machen. In den Sommermonaten konzentrieren wir uns auf das frische Gemüse, zumal beim Porree viel Putzarbeit anfällt – eine schöne Winterbeschäftigung :) 

Spinat


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 Inhaltsstoffe

Der Verzehr von Spinat ist in vielerlei Hinsicht zu empfehlen. Die Beta-Carotinoide haben beispielsweise eine positive Auswirkung auf die Sehkraft. Durch das enthaltene Eisen wird der Sauerstofftransport im Blut unterstützt und das Kalzium stärkt Zähne und Knochen.

Spinat sollte aufgrund des hohen Oxalsäuregehaltes am besten mit Milchprodukten (wie er ja auch traditionell gekocht wird) oder mit Kartoffeln, Brokkoli oder Tomaten zubereitet werden, um so die Oxalsäure zu neutralisieren. Zudem hat es einen hohen Nitratgehalt und sollte bei Babynahrung nur mit Bedacht verwendet werden.



Botanik

Spinat gehört wie Mangold und Rote Bete zu der Familie der Gänsefußgewächse. Spinat ist eine Langtagpflanze, dass heißt, sie geht in die Blüte wenn die Tage lang sind (>14 Stunden). Deshalb gilt Spinat traditionell als Frühjahrs- und Herbstgemüse, auch wenn mittlerweile Sommersorten gezüchtet wurden. 



Herkunft: 

Die frühesten Erwähnungen des Spinats soll es in chinesischen und arabischen Schriften zwischen dem 7. und 10. Jahrhundert gegeben haben. Vermutlich lag der Ursprung des Spinats in Persien, Südturkestan und Nepal. Araber brachten den Spinat in eroberte Teile Spaniens. 

Nach Deutschland gelangte der Spinat vermutlich über Spanien oder von Kreuzfahrten aus dem Orient. Er wurde schon im 16. Jahrhundert in den hiesigen Gärten angebaut.



Anbaudaten

Ausgesät wird der Spinat ab Anfang März bis Ende August oder sogar bis Mitte September zur Überwinterung. Die Sommersätze haben jedoch ein Schossrisiko (=Risiko in die Blüte zu gehen).

Der Spinat kann auch gepflanzt werden, jedoch ist eine Direktsaat üblich. 

Spinat ist im Frühjahr eine der ersten frischen Gemüsesorten aus der Region.

Wir haben seit dieser Woche eigenen Spinat aus unserem Folientunnel. Außerdem haben wir vor ein paar Wochen im Freiland welchen gesät. Danach gibt’s dann wieder im Herbst Spinat von den Ackerfreunden. :)